Welches Motorrad-Tuning ist zulässig?
Das richtige Tuning verleiht jedem Motorrad das gewisse Etwas. Deshalb wollen auch nur die wenigsten Biker auf das Motorradtuning verzichten. Es macht die Bikes schnittiger und schöner und repräsentiert dabei gleichzeitig den individuellen Stil des Fahrers. Das breite Spektrum an Möglichkeiten beim Motorradtuning ist gekennzeichnet durch Ambivalenz: Während manche Tuning-Maßnahmen sogar die Sicherheit der Maschine im Straßenverkehr erhöhen, schaden andere dem Motorrad hinsichtlich Lebensdauer und Verkehrssicherheit eher. Die negativen Auswirkungen des Motorradtunings sind dabei meistens auf nicht fachgerechtes Anbringen oder auf minderwertige Qualität der angebrachten Teile zurückzuführen.
Erstmal richtig informieren
Vor allen anderen Fragen stellt sich dem Biker aber in diesem Zusammenhang aber die Frage: Was ist eigentlich alles erlaubt? Wo befinde ich mich noch in Rahmen des legalen Tunings und wodurch überschreite ich diese Grenze? Um Bußgelder zu vermeiden, sollte deshalb beim Motorradtuning in erster Linie darauf geachtet werden, ob der Motorrad Umbau nach der aktuellen Straßenverkehrs-Zulassungsordnung legal ist. Liegt das Umbau-Vorhaben im Rahmen des Zulässigen sollte im Anschluss besonders auf Qualität hinsichtlich zweier Aspekte Wert gelegt werden. Erstens sollte man beim Kauf der Tuningteile insbesondere auf den Hersteller und die Garantieleistung achten und zweitens sollte man den Einbau von Tuningteilen Fachleuten überlassen.
Fachleute ranlassen
Bei der Beleuchtung gilt, dass der Einbau von Zusatzscheinwerfern entweder nach nationalen oder europäischen Richtlinien zu erfolgen hat. Die Hauptsache dabei ist, dass Sie sich für eine Richtlinie entscheiden und sich beim Umbau an dieser orientieren. Beim Anbau einer Lampenmaske sollte in jedem Fall fachmännische Hilfe in Anspruch genommen werden, da man es anderenfalls riskiert, dass sich das Zubehörteil von der Maschine löst und während er Fahrt abfällt. Gleiches gilt für das Tuning der Bremsen, beispielsweise mit stahlummantelten Bremsschläuchen. Auch hier sollte man den Umbau Fachpersonal überlassen, denn insbesondere das Öffnen des hydraulischen Systems benötigt eine umfassende Kenntnis der Materie.
Genauso beim Ersetzen der Fußrastenanlage: Hier ist speziell darauf zu achten, dass der fachgerechte Einbau des Fußbremshebels gewährleistet ist. Sie sollten immer bedenken, dass ein unsachgemäßer Umbau dieser Tuningteile zu fatalen Konsequenzen führen kann. Bei Gabelfedern und Federbeinen ist darauf zu achten, dass diese zu dem jeweiligen Motorradtyp passen. Informationen dazu findet man in der Allgemeinen Betriebserlaubnis (ABE) der betreffenden Maschine. Im Anschluss des Umbaus der Gabelfedern muss auf die richtige Ölmenge und Ölsorte geachtet werden, um zu verhindern, dass die Teleskopgabel durchschlägt. Bei weiteren Fragen oder Unsicherheiten wenden Sie sich einfach an die nächste TÜV-Stelle, die Ihnen bei Tuning-Fragen gerne weiterhilft.