22nd März 2010

Rückrufaktionen nehmen immer mehr zu

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Vergangenes Jahr begann Toyota mit der Autoodysee und rief insgesamt neun Millionen Autos auf Grund von klemmenden Brems- und Gaspedalen zurück in die Werkstätten, sechs Millionen allein in den USA. 54 Todesfälle soll es im Zusammenhang mit diesen Defekten gegeben haben. Erst kürzlich weckte ein Fall das Interesse der Medien ganz besonders: der des Immobilienriesens James Sikes.

Er fuhr mit seinem Toyota Prius über den Highway, als das Bremspedal nicht mehr funktionierte und der Wagen unkontrolliert auf 150km/h beschleunigte. Mittlerweile stellte sich raus, dass Sikes diese Geschichte mehr oder weniger erfand, was allerdings nichts an dem schlechten Ruf, der Toyota zur Zeit vorauseilt, ändern wird. Der Autohersteller verlor seinen Platz eins in der Liste der meistverkauftesten Autos der USA und verbucht nun einen Marktanteil von nur 13 Prozent, der Tiefststand seit fünf Jahren. Die neueste Hiobsbotschaft betrifft den Corolla, den ‘Golf’ Toyotas, hier geht bei einigen Fahrzeugen während der Fahrt einfach der Motor aus.

Auch die Toyota-Tochter Daihatsu meldete nun, dass knapp 275.000 Autos allein in Japan von fehlenden oder losen Schrauben in der Aufhängung betroffen sind, außerdem gäbe es auch noch unzureichend befestigte Benzinleitungen und defekte Bremslichter. Diese Vorfälle gehen allerdings nicht über die Grenzen Japans hinaus, es wurden nur 450 Wagen exportiert.

Auch Honda hat mit Problemen bei vielen Fahrzeugen zu kämpfen, auch hier funktionieren die Bremsen nicht richtig; es folgte Daewoo, die zuerst nur die 58.000 in Südkorea verkauften Autos zurückriefen. Es soll aber bald eine internationale Aktion gestartet werden, die allen Betroffenen die Aufsuchung einer Werkstatt empfiehlt. Probleme weisen die Modelle Winstorm, Lacetti Premiere und Damas auf, die von Problemen mit der Lenkung, Defekten an den Benzinschläuchen bis hin zu unzureichenden Brandschutzvorrichtungen betroffen sind.

Als letztes haben sich nun auch Hyundai und Nissan gemeldet, die mehrere zehntausend Wagen zurückbefahlen. Auch hier machten sich defekte Bremspedale bemerkbar, zusätzlich zu nicht funktionierenden Tankuhren. Bei beiden Autoherstellern soll der westeuropäische Markt nicht betroffen sein, doch es bleibt abzuwarten, welch große Wellen die derzeitigen Mängel schlagen werden, zudem täglich neue Meldungen von Defekten bei Personenkraftwagen der oben genannten Hersteller zu lesen sind.

This entry was posted on Montag, März 22nd, 2010 um 14:36 and is filed under Allgemein. You can follow any responses to this entry through the RSS 2.0 feed. You can leave a response, or trackback from your own site.

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