26th März 2010

IndyCar Serie

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Natürlich kennt jeder in Europa die Formel 1 und viele schauen sich die Grand Prixs sonntags im Fernsehen an, doch über die amerikanische IndyCar Serie weiß hierzulande fast niemand Bescheid. Darum gibt es hier eine kleine Einführung in die Besonderheiten der IndyCar Serie.

Gleiche Voraussetzungen

Während bei der Formel 1 die Karosserie von jedem Team einzeln entwickelt wird, werden die Karosserie und der Motor in der IndyCar Serie fertig gekauft. Dadurch hat jedes Team im Grunde denselben Motor und diesselbe Karosserie, die Teams nehmen lediglich kleine Änderungen selber vor. Teams mit geringem Budget nehmen oftmals die Karosserie der vorigen Saison, fahren also quasi mit Gebrauchtwagen.

Für die verschiedenen Strecken (Rundkurs oder Ovalrennen) gibt es verschiedene Flügeltypen die im Reglement der Rennserie festgeschrieben sind. Durch diese Regelungen kommt es im Gegensatz zur Formel 1 viel mehr auf den Fahrer an, beispielsweise hat bei Ovalrennen derjenige Fahrer die meisten Chancen um den Sieg mitzufahren der sich zutraut in den Kurven am meisten ins Gas zu steigen. Dadurch das die Motorleistungen ziemlich gleich sind gibt es während der Rennen deutlich mehr Überholmanöver und Positionswechsel als in der Formel 1.

Die Letzten sind die Ersten

Die Startaufstellung ist bei Rennen der IndyCar Serie eher zweitrangig, oft gewinnen Fahrer die aus den hinteren Startreihen gestartet sind, manchmal gewinnt gar der Fahrer der vom letzten Platz aus ins Rennen ging. Seit den 1960ern werden IndyCar Boliden nicht mehr mit Benzin sondern mit Methanol betankt, dadurch müssen die Teams mehr Boxenstopps vornehmen da Methanol einen niedrigeren Brennwert als Benzin hat. Weiterer Nachteil des Methanol ist, dass Methanol unsichtbar verbrennt weswegen die Team verpflichtet sind nach dem Tanken einen Wasserstrahl über das Auto zu gießen. Der Tank eines IndyCar Boliden darf höchstens 83 Liter umfassen während in der Formel 1 Tanks bis zu 230 Litern erlaubt sind. Ein weiterer Gegensatz zur Formel 1 ist, dass hier oftmals auch Frauen an den Start gehen und dies teilweise sehr erfolgreich – während es in der Formel 1 bis jetzt nur eine einzige Frau gab, die keine nennenswerten Erfolge verbuchen konnte.

Die Rennen der IndyCar Serie die meistens ungleich spannender als ein Formel 1 Grand Prix sind, konnten in Europa nie wirklich Fuß fassen. Das hängt sicher auch damit zusammen das sämtliche Rennen ausschließlich in den USA und Kanada ausgetragen werden. Durch die Zeitverschiebung zwischen Europa und den USA wird die IndyCar Serie auch so gut wie nie oder nur sehr spät im europäischen Fernsehen übertragen was auch ein Grund für eine mangelnde Fangemeinde in Europa ist.

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