Bring mich zum Wagen – wie finanziere ich mein Auto?
Es gibt viele unterschiedliche Wege zur Finanzierung eines Wagens – hier einige Ratschläge, um die dilemmatische Situation zu überblicken…
Leasing
So ein Wagen ist nicht billig, das ist klar. Und selbst wenn man sich für ein relativ günstiges Modell entscheidet, so ist der absolute Preis noch immer eine ernst zu nehmende Investition für die meisten. Wer ein Auto least, also pachtet, muss jeden Monat weniger tief in die Tasche greifen, als wenn er ein Darlehen aufnähme. Der große Nachteil bei dieser Finanzierungsmethode ist natürlich der Umstand, dass man sich auf diese Weise nur ein vorübergehendes Nutzungsrecht erkauft, bis der Leasingvertrag ausläuft.
Mobilität auf Raten
Das beliebteste Finanzierungsmodell für Autos ist bei den Deutschen von jeher der Ratenkredit. Der vorher ausgehandelte Kreditlaufzeit nimmt in der Regel ein Jahr bis acht Jahre in Anspruch, ist aber in aller Regel bei unkalkulierter Weise zunehmender Liquidität auch schneller abbezahlbar. Der Nachteil ist natürlich der höhere Preis gegenüber der sofortigen Zahlung, aber wer hat schon gerade das Geld für ein neues Auto ohne Weiteres auf der hohen Kante, wenn er es gerade braucht?
Die verschobene Entscheidung: 3-Wege-Finanzierung
Die in allen Alltagsbereichen so beliebte Prokrastination, die Aufschiebung von Aktivitäten und Entscheidungen, hat sich auch auf den Bereich der Autofinanzierung ausgebreitet. Doch im Ernst: die 3-Wege-Finanzierung birgt einige attraktive Momente in sich. Sie funktioniert folgendermaßen: zunächst wird meist eine Anzahlung geleistet, danach kann man einen Teil des Preises für das Auto über vier Jahre in Raten abbezahlen. Diese Raten sind meist günstiger als bei der herkömmlichen Ratenfinanzierung. Nach den vier Jahren kann man dann die Entscheidung treffen, die man am Anfang noch nicht zu fällen vermochte. Man kann das Auto zurückgeben, als hätte man es einfach geleast; man kann den Restpreis sofort erstatten und endlich stolzer Besitzer des Wagens sein, oder aber einen neuen klassischen Ratenvertrag vereinbaren. So kann man sich auch erst einmal an das Auto gewöhnen, um nicht sofort die Katze im Sack zu kaufen.
Wie würden Sie entscheiden?
Man kann einen Wagen natürlich auch sofort und auf einmal abbezahlen, was den Vorteil mit sich bringen kann, dass der Händler dem Kunden noch einen Rabatt einräumt. Da sich das viele allerdings nicht leisten können, gibt es mittlerweile auch lohnende Kredite bei Banken, mit denen man den Wagen sofort beim Händler bezahlen (und somit einen etwaigen Rabatt einsacken) kann und die Schulden bei der vom Händler unabhängigen Bank hat. Ein solches Vorgehen will aber gut überprüft und durchgerechnet sein, denn nicht jede unabhängige Bank bietet günstigere Kredite als jene des Händlers.
Es gibt diverse Optionen der Wagenfinanzierung, deren Vor- und Nachteile für jeden unterschiedliche Bedeutung haben. Eine Patentlösung gibt es nicht – kalkulieren Sie mit kühlem Kopf.